Baufinanzierung: Verstärkte Nachfrage durch Zinstief

Wirtschaftliche Krisenzeiten bringen einerseits in Bezug auf Geldanlagen wie Tages- oder Festgeld sinkende Guthabenverzinsungen mit sich, stärken aber auf der anderen Seite das Vertrauen der Verbraucher in Sachanlagen wie Immobilien und wirken sich positiv auf Finanzierungszinsen aus. Zwei Gründe, weshalb sich die Baufinanzierungsbranche aktuell über Zuwachs freut – und Verbraucher günstig finanzieren.

Bau- & Anschlussfinanzierung: Finanzierungszins sinkt, Nachfrage steigt (Bild: flickr.com/nikcname)
Bau- & Anschlussfinanzierung: Finanzierungszins sinkt, Nachfrage steigt (Bild: flickr.com/nikcname)

Nicht zuletzt aus Angst vor Verlusten entscheiden sich immer mehr Verbraucher aktuell für Sachanlagen wie Immobilien – und es kann kaum einen günstigeren Zeitpunkt zum Realisieren des Traums von den eigenen vier Wänden geben als Krisenzeiten. Die Europäische Zentralbank (EZB) passte den Leitzins zuletzt Mitte Juli an. Sinkt der Leitzins, hat das zum einen zur Folge, dass Sparanlagen wie Tages-, Festgeld oder auch das konventionelle Sparbuch weniger Rendite abwerfen, zum anderen aber, dass auch Kreditzinsen nach unten korrigiert werden. In 2011 führte das Senken des Leitzinssatzes dazu, dass die Branche und Anleger von günstigen Kreditzinsen gleichermaßen profitieren.

Baufinanzierung für ganzheitlichen Vermögensaufbau

Die Produktpalette für die Altersvorsorge ist breit gefächert. Wollen Verbraucher ganzheitlich vorsorgen, führt kein Weg an der Baufinanzierung vorbei: Wohneigentum bedeutet, unabhängig von Mietpreisen in den eigenen vier Wänden zu leben. Neben dem Eigenbedarf sind Immobilien auch als Renditeobjekt denkbar. Immobilien bilden ein breites Spektrum im Vermögensaufbau – und die Flexibilität, die mit der Immobilienfinanzierung einhergeht, macht selbige besonders attraktiv.

Flexibilität beim Bausparen

Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse vom Staat machen die Baufinanzierung attraktiv. Weiter liegt die Entscheidung, wofür das angesparte Geld später verwendet wird, beim Sparer selbst. Zahlreiche Varianten von Bausparverträgen und die Wahl der Kreditart, beispielsweise Tilgungs-, Versicherungs- oder Annuitätendarlehen, erlauben individuelle Anpassungen an die eigene Lebenssituation.

Rekordverdächtiges Zinstief: Günstig in die Anschlussfinanzierung

Immobilieneigentümer nutzen die Anschlussfinanzierung, wenn die Zinsfestschreibung des Erstdarlehens, also der Zeitraum, für den im Kreditvertrag der Zinssatz fixiert wurde, endet. Durchschnittliche Zinsen von aktuell 3,21 Prozent p. a. sorgen dafür, dass die Anschlussfinanzierung derzeit extrem günstig realisiert werden kann. Wichtig: Idealerweise ein halbes Jahr, spätestens aber vier Monate vor dem Ende der Zinsfestschreibung sollten Konditionen für die Anschlussfinanzierung verglichen werden, denn Banken werden für gewöhnlich erst kurz vor knapp aktiv. Werden die Konditionen verglichen, sollten die Darlehenssumme, die Zinsbindungsdauer, die Tilgungsrate und die Sondertilgungsrechte genau geprüft werden. Wenn es das eigene Budget erlaubt, sollten Laufzeiten so gering wie möglich angesetzt werden, um den geringsten Baufinanzierungszins für sich zu beanspruchen. Erklären Berater, der Wechsel des Kreditinstituts im Rahmen der Anschlussfinanzierung ziehe hohe Kosten nach sich, sei dennoch ein Vergleich angeraten: Oft kann die Grundschuld kostengünstig, bereits ab 250 Euro, abgetreten werden.

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