Online-Überweisungen werden schneller gebucht

Hatten Banken bislang drei Tage Zeit, um Online-Überweisungen zu buchen, schreibt der Gesetzgeber seit Anfang 2012 vor, dass dies binnen eines Tages zu geschehen hat. Damit wird der Verbraucherschutz gestärkt, denn Online-Banking-Nutzer können per sofort sichergehen, dass ihre Buchungen am Folgetag beim Empfänger sind.

Online-Banking: Überweisungen werden nun binnen 24 Stunden gebucht (Bild: Deutsche Postbank AG)
Online-Banking: Überweisungen werden nun binnen 24 Stunden gebucht (Bild: Deutsche Postbank AG)

Banken sind seit Anbeginn des Jahres in der Pflicht, auch Online-Überweisungen innerhalb eines Tages auf dem Empfängerkonto gutzuschreiben – bis Ende letzten Jahres lag diese Spanne noch bei drei Tagen.

Regelung nun auch in der Praxis Pflicht

Die Regelung, Buchungen binnen eines Tages vorzunehmen, gibt es theoretisch schon lange. Nun aber sind Banken auch praktisch in der Pflicht, diese Richtlinie umzusetzen – unabhängig davon, ob bargeldlose Transaktionen am Service-Terminal oder mittels Online-Banking vorgenommen werden. Im Laufe des folgenden Geschäftstags muss der angewiesene Betrag auf dem Empfängerkonto gutgeschrieben werden. Die papiergebundenen Überweisungen, die am Bankschalter getätigt werden, müssen innerhalb von zwei Tagen gutgeschrieben sein.

Die Drei-Tage-Regelung sind Bankkunden mit dem Akzeptieren der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eingegangen. Die neuen verpflichtenden Richtlinien gelten absolut unabhängig von einer Bankengruppe und innerhalb des gesamten SEPA-Raums, also den EU-Staaten, in der Schweiz, Island und Norwegen.

Höhere Flexibilität für Kunden

Dank dieser neuen Regelung entsteht für Kunden mehr Flexibilität: War es bislang extrem unverständlich, dass Zahlungen tagelang unterwegs waren, ist Verbrauchern nun bewusst, dass getätigte Zahlungen am Folgetag beim Empfänger sind. So lassen sich Zahlungen deutlich flexibler planen; Terminsachen lassen sich wesentlich besser einhalten.

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