Abschaltung des analogen SAT-TVs

Bis zum April 2012 schalten die Programmveranstalter analoge SAT-Signale ab und verbreiten nur noch digitale – heißt: Wer bis zu diesem Termin nicht umstellt, sieht im wahrsten Sinne des Wortes schwarz. Aus diesem Grund erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber-Artikel den Sinn und Zweck der Analog-Digital-Abschaltung für die Wirtschaft, beantworten häufig gestellte Fragen und geben hilfreiche Informationen für einen unkomplizierten Umstieg.

Ab April 2012 sehen Analog-Satelliten-Nutzer schwarz. (Bild: flickr.com/skippyjon)
Ab April 2012 sehen Analog-Satelliten-Nutzer schwarz. (Bild: flickr.com/skippyjon)

Bitte beachten Sie die Inhaltsangabe in der rechten Seitennavigation, die Ihnen ein schnelles Auswählen eines beliebigen Schwerpunktes ermöglicht.

Mit digitalem TV lässt sich die Qualität in Bild und Ton deutlich erhöhen – dennoch verfügen nach dem aktuellen Digitalisierungsbericht 12 Millionen bundesdeutsche Haushalte ausschließlich über analogen TV-Empfang. Dem entgegen stehen nur fast vier Millionen Haushalte mit analogen und digitalen, außerdem knapp 22 Millionen Haushalte mit ausschließlich digitalen Empfangsmöglichkeiten.

HDTV gewinnt an Bedeutung
HDTV gewinnt an Bedeutung (Bild: flickr.com/William Hook)

Abschaltung analoges SAT-TV: Wirtschaftliche Aspekte

Im Großen und Ganzen wird die Abschaltung des analogen SAT-TVs recht kurz mit „Die Zukunft ist digital“ begründet. Aufgrund besserer Qualität und steigender Annahme beim Publikum sowie der fortschreitenden Digitalisierung bei den Empfangsgeräten (die meisten neuen Fernseher sind für Digital-TV geeignet) hat diese Begründung natürlich seine Richtigkeit, erscheint aber doch etwas einfach.

Ökonomische Gründe stecken ebenfalls hinter der Analog-Abschaltung: Es macht tatsächlich wenig Sinn, ein und dasselbe Programm in drei unterschiedlichen Qualitäten auszustrahlen: Analoge Signale, digitale Standarddefinition (SDTV) und digitale High Definition (HDTV) werden aktuell verbreitet. Mit der Geburt des Digitalfernsehens wurden die Übertragungskapazitäten schlanker – die Qualität hingegen besser. Das liegt daran, dass die Digitalisierung eine Komprimierung der Bild- und Tonsignale bedingt. Mit niedrigeren Kapazitäten lassen sich deutlich mehr Kanäle übertragen, womit den Verbrauchern eine größere Programmvielfalt geboten werden kann.

Digitalisierung der TV-Haushalte Mitte 2011
Abb. 1: Digitalisierung der TV-Haushalte Mitte 2011 (Quelle: Digitalisierungsbericht, ALM GbR/TNS Infratest)

Daraus ableitend, geht es auch um die Wirtschaftlichkeit einzelner Programmanbieter – und auch die der Hersteller von Empfangsgeräten. Denn die 12,134 Millionen noch analog empfangenden Haushalte müssen bis April 2012 umstellen, andernfalls empfangen sie kein Fernsehen mehr. Fernseher- und Receiverhersteller werden bis zu diesem Termin von Neuanschaffungen profitieren, während die Programmanbieter zweierlei offerieren: Oben erwähntes SDTV ist für den Verbraucher kostenfrei. Immer mehr Programmanbieter senden auch in besserer Auflösung (1080p / Full HD), dabei handelt es sich ums sogenannte HDTV. Für dieses und für Pay-TV-Plattformen fallen zusätzliche Kosten für den Verbraucher an, bedeuten für Programmanbieter also zusätzliche Einnahmen. Zum Testen bieten diverse Kabelbetreiber kostenfreie Zeiträume, in denen sich Verbraucher ein Bild von der hochauflösenden Variante machen können, früher oder später fallen die Kosten allerdings an.

Im Zusammenhang mit den Ausgabegeräten, insbesondere Fernsehgeräten, steht auch die Zuspieltechnologie: Blu-ray-Player, die in 1080p, also Full HD, ausgeben, gewinnen laut aktuellen Untersuchungen des Branchenverbands BITKOM immer mehr an Bedeutung: Erstmals wurden in 2011 mehr Blu-ray- als DVD-Player verkauft; genauer gesagt stieg der Absatz in diesem Jahr um 70 Prozent, womit durchaus von einem Boom gesprochen werden kann. Um mit der Auflösung der Zuspieler mithalten zu können, werden immer mehr TV-Geräte mit Full HD-Auflösung erworben. Das ist zwar kein Muss, denn die Zuspielgeräte geben auch geringere Auflösungen wider, allerdings geht der Weg, wie die Zahlen zeigen, immer mehr dahin. Heimkinoanlagen und Blu-ray-Player sind zudem in der Lage, standardaufgelöste Signale in hochauflösende hoch zu skalieren (Upscaling) – Voraussetzung dafür ist ein entsprechender Fernseher, der von Verbrauchern gerne angenommen wird; nicht zuletzt aufgrund der extrem schnell sinkenden Preise für Elektronikgeräte (s. Abb. 3 und 4; jeweils aus der Studie „Die Zukunft der Consumer Electronics - 2011“).

Absatzentwicklung Flachbild-TV 2008 – 2011 in tausend Stück
Abb. 3 Absatzentwicklung Flachbild-TV 2008 – 2011 in tausend Stück (Quelle: BITKOM / EITO)
Absatzentwicklung Flachbild-TV 2008 – 2011 in tausend Stück
Abb. 4: Preisentwicklung Flachbild-TV 2008 – 2011 in Euro (Quelle: BITKOM / EITO)

Nicht zu verachten ist innerhalb dieser wirtschaftlichen Aspekte die Tatsache, dass – weitergedacht - neue Arbeitsplätze entstehen: So wurden beispielsweise in Magdeburg, Halle, Leipzig sowie Wolfsburg neue Senderstandorte in Betrieb genommen.

Die Wirtschaftlichkeit ist bewiesen

Im Rahmen der Task Force DVB-T Deutschland von ARD und ZDF konnte die Wirtschaftlichkeit des digitalen TV-Empfangs im Antennenbereich bereits bestätigt werden – wie obige Auswertungen zeigen, liegen auch schon erste Daten für den SAT-Empfang zugrunde. In 2008 zeigte sich, dass die Übertragungswege in einen neuen Wettbewerb gerieten, den Programmanbietern langfristig ermöglicht wird, an künftigen Marktentwicklungen aktiv teilzuhaben, und auch, den portablen TV-Empfang zu sichern. Der letzte Punkt gewinnt in Zeiten von Tablet-PC und leistungsstarken Smartphones immer mehr an Bedeutung, startete aber bereits mit dem Empfang über einen USB-Stick am Notebook oder PC. Die Bedeutung im mobilen Bereich beweisen über 16 Millionen verkaufte DVB-T-Empfänger in Deutschland (Stand: 12/2008). Sogar die Automobilindustrie macht sich die DVB-T-Empfänger wirtschaftlich zunutze: In Fahrzeugen mit größeren Navigationsgeräten werden DVB-T-Empfänger längst serienmäßig verbaut – Ende 2008 waren es laut der Task Force bereits mehr als 550.000 Stück und damit war der Umsatzwachstum spürbar.

800 unterschiedliche Typen an DVB-T-Empfängern bot der Handel bis 2008 an. Dabei ist die Wahl der Antenne für den digitalen Empfang von großer Bedeutung; in Abb. 2 korrespondieren die Farben mit der jeweiligen Empfangsprognose.

Antennen für den terrestrischen TV Empfang
Abb. 2: Antennen für den terrestrischen TV Empfang (Quelle: überallfernsehen.de)

Allgemeine Informationen zur Analog-Abschaltung

Die Abschaltung betrifft jene Haushalte, die TV-Signale derzeit analog über Satellit empfangen. Spätestens am 30. April 2012 um 03.00 Uhr morgens ist Sendeschluss; sowohl für die privaten als auch für die öffentlich-rechtlichen Sender. Einige Programmanbieter schalten ihr Angebot bereits früher ab. Das betrifft ausschließlich jene, die via Satellit, nicht die Haushalte, die mit Kabel analoges TV empfangen. Der Wechsel findet vorrangig aufgrund von wirtschaftlichen Aspekten statt: Es wäre ökonomisch sinnlos, analoges, SD- und HDTV zu senden. Wer weiterhin analog fernsehen möchte, kann auf Kabelempfang umsteigen. Allerdings tut sich mit Digital-TV eine größere Programmvielfalt auf, außerdem sind Bild- und Tonqualität spürbar besser. Sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Programmanbieter sind bereits digital verfügbar.

Schluss mit alten TV-Geräten
Schluss mit alten TV-Geräten (Bild: flickr.com/angelrravelor)

Bedeutet: Schon heute können Interessenten umsteigen auf digitales Fernsehen. Dafür sind digitale Empfangsgeräte (Receiver oder ein entsprechender Fernseher mit integriertem Empfänger) möglich, weiter muss die Sat-Schüssel auf ASTRA 19,2° Ost umgestellt werden.

Analog-Abschaltung: So wird geprüft

Um herauszufinden, ob noch ein analoges Satellitensignal empfangen wird, schaltet man bei den Sendern Das Erste, ProSieben, RTL, Sat.1, ZDF oder bei den Dritten Programmen der ARD die Videotextseite 198 ein. Erscheint dort der Hinweis zum analogen Satellitensignal, gehört man zu den Betroffenen. Steht dort die Information „Sie empfangen bereits digital“, muss nichts weiter unternommen werden.

Satellitensignal - analog oder digital
Satellitensignal - analog oder digital (Bild: flickr.com/Uli H.)

In Wohnanlagen lässt sich wie folgt prüfen: Führen vier Koaxialkabel (nötig zur Übertragung hochfrequenter, breitbandiger Signale) vom LNB (Low Noise Block Converter; Signalumsetzer als Bestandteil der Sat-Anlage, der im Brennpunkt der Parabolantenne sitzt) zum Multischalter (ein Muss bei Mehrteilnehmeranlagen mit mehr als vier Teilnehmern bzw. Receivern), muss nur der Receiver ausgetauscht werden. Die Außenanlage ist auf dem neuesten Stand und es muss nur noch sichergestellt werden, dass die vier Leitungen mit dem Multischalter verbunden sind oder werden können.

Digital-TV: Vor- und Nachteile

Setzt man analogem dem digitalen SAT-TV gegenüber, ergeben sich sowohl Vor- als auch Nachteile: Vorteilig zu erwähnen ist die Programmvielfalt, die auch mit Vorteilen für die Wirtschaft einhergeht. Denn abgesehen davon, dass der Verbraucher einer schier unglaublichen Vielfalt an Programmen gegenübersteht, auch der Wettbewerb zwischen den Programmanbietern wird angeregt – und Wettbewerb bedeutet bekanntlich, dass Verbraucher von innovativen Ideen und preislichen Komponenten profitieren.

Ende des analogen SAT-TVs
Ende des analogen SAT-TVs (Bild: flickr.com/kenteegardin)

Weiter gewinnt die Sendeleistung enorm an Qualität. Zwischen 12 bis 50 Prozent der Bruttodatenrate werden für die Fehlerkorrektur verwendet, sodass Bild und Ton deutlich sauberer ausgegeben werden können als das bei analogem Satellitenfernsehen der Fall ist. Dieses Plus an Qualität liegt im Systemgewinn dank Datenkomprimierung begründet; Medien sprechen von einem Mittelwert von 10 dB, realistisch ist ein Systemgewinn zwischen 0 und 35 dB.

Die bereits angesprochene optimierte Empfangsqualität resultiert aus Folgendem: Beim Analog-TV entsteht nicht selten über dem normalen Bild dasselbe Bild noch mal, schwächer zwar, aber auffallend, weil es seitlich leicht versetzt ist (sogenannte Geisterbilder). Für die Übertragung digitaler Signale wird ein Verfahren genutzt, das mit COFDM abgekürzt wird: Coded Orthogonal Frequency-Division Multiplexing nennt sich das Verfahren im Ganzen und es ergänzt das bisherige Verfahren um eine Vorwärtsfehlerkorrektur (lässt bei Übertragungsfehlern zu, dass Empfänger automatisch korrigieren, ohne dass mit dem Sender kommuniziert werden muss).

Die Versorgung optimiert sich: TV-Programme werden in großen Gebieten lückenlos möglich („Gleichwellennetz“), wofür die Sender auf derselben Sendefrequenz arbeiten. Daraus folgend braucht ein Programm auf großer Fläche auch nur noch eine Frequenz, was das Leben der Sender günstiger werden lässt. Preisvorteile, von denen auch Verbraucher profitieren. Verlustfrei in ihrer Qualität lassen sich Aufzeichnungen vornehmen, weshalb der Trend zu Festplattenreceivern oder solchen geht, die mit USB-Schnittstellen ausgerüstet sind, um externe USB-Speichermedien anzuschließen und aufzuzeichnen (PVR-ready).

Nachteilig lässt sich die allgemeine Störanfälligkeit erwähnen: Beim digitalen TV können Empfangsstörungen dazu führen, dass plötzlich das Bild verschwindet oder „einfriert“, dass sich Bild-Blöcke bilden und der Ton extrem rauscht beziehungsweise laute Knackgeräusche verursacht. Bei analogem TV wirken sich Empfangsstörungen zu einem schrittweise schlechterem Bild / Ton aus, bei der digitalen Version kommen Störungen sehr plötzlich. Gerade im Satellitenbereich kommt es allerdings vergleichsweise selten zu Störungen; im Antennenbereich auch eher dann, wenn sich Haushalte im Randbereich der Ausstrahlungsgebiete befinden. Damit ergibt sich im Bereich Empfangsstörungen im Digital-TV kein wirklicher Nachteil, es sei lediglich der Vollständigkeit halber erwähnt, dass Bild und Ton plötzlich verschwinden können.

Anleitung zum Umstieg auf digitalen SAT-Empfang

Nachdem überprüft wurde, ob eine Umstellung nötig ist, folgen einige einfache Schritte zur Umstellung auf das digitale Fernsehen: Mit einem Digital-Receiver und einem digitaltauglichen Universal-LNB sind bereits alle Anschaffungen getätigt.

Der Receiver, auch Decoder oder Set-Top-Box genannt, kann schon sehr preiswert erworben werden: Einfach ausgestattete Digitalreceiver gibt es bereits ab 25 Euro; diese Geräte gehen dann ausschließlich ihrem eigentlichen Zweck – Signalempfang – nach. Verbraucher, für die Pay-TV eine Option ist, erhalten digitale SAT-Receiver mit der dafür nötigen Common Interface-Schnittstelle (CI) ab rund 30 Euro und Receiver, die mit einer Festplatte ausgerüstet sind, können ab zirka 60 Euro gekauft werden. Den Preisen sind nach oben kaum Grenzen gesetzt – wer das Non-Plus-Ultra (Markengerät, große Festplattenkapazität, Anschlussvielfalt und CI-Slots, eventuell vorbereitet für den Empfang von HD+, was eine CI+-Schnittstelle voraussetzt) sucht, kann auch 500 Euro loswerden.

Umstieg auf digitales SAT-TV
Umstieg auf digitales SAT-TV (Bild: flickr.com/mattk1979)

Mittig von der Satellitenantenne befindet sich als zentrale Empfangseinheit der LNB (Low Noise Block Converter), der zum Digitalempfang digitaltauglich sein muss. SAT-Anlagen, die 1997 oder später hergestellt wurden, bringen einen solchen LNB oft bereits mit. Sind mehr als vier Geräte an einer SAT-Anlage angeschlossen, muss ein LNB mit Multischalter angeschafft werden. In Hausanlagen sollte die Hausverwaltung darauf angesprochen werden. Single-LNBs werden ab zirka sieben Euro, Multi-LNBs ab 17 Euro angeboten.

Während Fernseher mit integriertem Empfänger direkt mit der SAT-Anlage (Koaxialkabel) verbunden werden, schließen Verbraucher externe Receiver ebenfalls an die SAT-Anlage an, anschließend an den Fernseher. Dies kann mit einem HDMI-Kabel passieren, welches hochauflösende Bild- und Tonsignale verlustfrei überträgt und so Kabelsalat vermeidet, oder – bei älteren Fernsehgeräten – mit einem Scart-/Antennenkabel. Um dann schauen zu können, startet man den Sendersuchlauf, meist unter dem Menüpunkt „(System-)Einstellungen“ zu finden.

FAQ: Das Wichtigste zur Abschaltung
FAQ: Das Wichtigste zur Abschaltung (Bild: flickr.com/Horia Varlan)

FAQ zur Analog-Abschaltung: Das Wichtigste in aller Kürze

Warum wird die analoge Satellitenübertragung abgeschaltet?

Digitales Fernsehen ist die Zukunft, weil es unwirtschaftlich ist, dasselbe Programm über drei Wege zu übertragen. Eine bessere Bild- und Tonqualität spricht weiter für Digital-TV.

Wann ist die Analogabschaltung und ab wann kann Digital-TV genutzt werden?

Spätestens am 30. April 2012 um 03.00 Uhr morgens gehört die analoge Programmverbreitung per Satellit der Vergangenheit an, wie immobilienscout24.de berichtet. Bereits jetzt kann digitales SAT-TV mit nur wenigen Schritten genutzt werden. Einige Sender werden ihr analoges Angebot bereits vorher einstellen.

Worin unterscheiden sich analoge und digitale Signale?

Digitale TV-Signale werden komprimiert, also schlanker, ausgestrahlt, verringern damit die Bandbreite und ermöglichen ein breiteres Programmspektrum bei besserer Ton- und Bildqualität.

Wie kann geprüft werden, ob analog oder digital empfangen wird?

Der Videotext bei Das Erste, ProSieben, RTL, Sat.1, ZDF und den Dritten Programmen der ARD gibt auf Seite 198 Auskunft.

Wer ist überhaupt betroffen?

Alle Haushalte, die ihr TV-Signal analog über Satellit empfangen.

Sind auch Kabelkunden betroffen?

Nein. Bei Fragen können sich Verbraucher aber an ihren Kabelbetreiber wenden.

Welche Alternativen bestehen zur Umrüstung?

Es besteht die Möglichkeit, analoges TV über Kabel oder einen IPTV-Anschluss (Internet Protocol Television; Internet-Fernsehen, was internetfähige Empfangsgeräte voraussetzt) zu empfangen.

Was kostet digitales SAT-TV?

Grundsätzlich ist der Empfang kostenfrei. Einige HD-Programme oder die Nutzung von Pay-TV werden oft gegen Entgelt angeboten.

Was ist nötig, um auf Digital-SAT-TV umzurüsten?

Ein digitaler Satellitenreceiver wird zwischen Fernseher und SAT-Anlage geschaltet und die Satellitenschüssel muss mit einem digitaltauglichen Universal-LNB ausgerüstet sein. Verfügt der Fernseher über einen Empfänger, erübrigt sich ein Receiver.

Ist ein LNB nach 1997 hergestellt worden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er digitaltauglich ist. Getestet werden kann das wie folgt: Ein DVB-S-Receiver wird angeschlossen, der Sendersuchlauf durchgeführt und ist das Programmangebot gering, ist das Gerät nicht digitaltauglich. Andernfalls liefert der Sendersuchlauf eine Liste von mehr als 350 Kanälen.

Braucht jeder Fernseher einen eigenen Receiver?

Befindet sich kein Empfänger im Fernsehgerät, muss für jeden Fernseher ein eigener Receiver erworben werden. Ab Nutzung von vier Geräten muss die SAT-Schüssel mit einem Multi-LNB ausgerüstet sein.

Welche Kosten entstehen für die nötigen Geräte?

Einfache Receiver sind ab 25 Euro erhältlich; nach oben hin gibt es – je nach Ausstattung – kaum Grenzen. Der LNB kann bereits für sieben Euro (Single-LNB) beziehungsweise 17 Euro (Multi-LNB) erworben werden.

Wie muss die SAT-Antenne ausgerichtet sein?

An der Ausrichtung sind keine Änderungen vorzunehmen (ASTRA 19,2° Ost). Lediglich eine kurze Prüfung, ob die Antenne richtig ausgerichtet ist, kann nötig werden, gerade wenn der LNB ausgewechselt werden muss.

Empfangen Röhrenfernseher digitales Fernsehen?

Sowohl Röhrenfernseher als auch Videorekorder lassen sich weiterhin nutzen. Allerdings wird für jeden Röhrenfernseher und jeden Videorekorder jeweils ein Satellitenempfangsgerät (Receiver, Set-Top-Box) benötigt. Außerdem braucht man für die gleichzeitige Aufzeichnung einer anderen als der gerade gesehenen Sendung einen zweiten Satellitenanschluss. Twin-Satellitenreceiver haben zwei Satelliteneingänge und können einerseits mit dem Fernsehgerät, andererseits mit dem Videorekorder verbunden werden. An dieser Stelle empfehlen wir die zum kostenlosen Download bereitgestellte grafische Darstellung der Anschlussmöglichkeiten des NDR.

Was muss im Mehrfamilienhaus beachtet werden?

Neben einem digitaltauglichen LNB braucht es auch einen Multischalter. Um alle vier Empfangsebenen zu erhalten, müssen oft zwei weitere Zuleitungen zwischen LNB und Multischalter gelegt werden. Dies empfiehlt sich mit professioneller Unterstützung. Weiter müssen zu jedem Fernseher des Mehrfamilienhauses entsprechende Empfänger (eingebaut im TV oder im Receiver) vorhanden sein.

Hinterlasse eine Antwort